Eine Saison im Ausland

 

 

 

Wenn ihr meinen letzten Blog gelesen habt, wisst ihr ja schon, dass ich Mitte des letzten Jahres mit meinem Mann, Tochter und Katze in Ungarn gelandet bin…

Für alle, die meinen letzten bzw. ersten Blogeintrag nicht gelesen haben, sollten das schleunigst nachholen ;)

Jeder der mir sagte – ist ja eh nur Ungarn, wo du jetzt hinziehst, der hatte recht… Es war "auch nur" Ungarn.

...an was denkst du denn, wenn du Ungarn hörst?

Budapest, eine wunderschön beleuchtete Hauptstadt mit vielen Brücken, der Donau & Flair, günstiges Leben, Entspannen am Plattensee, viele Thermen, panonisches Klima und gute Weine…

 

 

Aber die Realität hat mich schnell eingeholt und so ausgesehen:

„Ist ja eh nur Ungarn“ – dieser Satz hallte noch lange in mir nach…
Abseits des Tourismus´ – wo man Nichts mit Euros bezahlen kann, wo keine Deutsche oder Englische Sprache verstanden oder gesprochen wird… wo man aufpassen muss, wenn man mit einem kleinen neugierigen Kind, dass gerade die Welt erkundet zum Spielplatz geht, weil immer wieder zerbrochene Glasflaschen oder andere gefährliche Gegenstände unseren Weg kreuzten…


Ist ja nur Ungarn – ich gebe euch recht! …aber an alle klugen Leute da draußen: ich traue mich wetten, dass nicht einmal die Hälfte von meinen Lesern weiß, wo der Ort Dunaujvaros überhaupt liegt.“

 

Die Übersiedelung, die Ankunft, der erste Tag… das alles könnt ihr in meinem Jahresrückblick nachlesen…

Was für mich aber auch sehr wichtig war: meinen Onlineshop zu organisieren…

Wie schicke ich die Bestellungen weg, wo Bestelle ich die Stoffe, Etiketten etc. hin?
(Hier kommt keine Post an - haben wir ausprobiert haha…)
Zu Hause in Villach hatte ich mein Zimmer, wo die Nähmaschine fix gestanden ist  und es gab Türen!!
Wenn ich also kurz Luft hatte, bin ich rein, habe die Türe hinter mir verschlossen und einen Polsterüberzug oder ein Kirschkernkissen genäht! Hier? Fehlanzeige…

 

 Hier in Ungarn muss ich als erstes die Nähmaschine auspacken, dann aufbauen und Türen gibt es ja in diesem Sinne hier keine. Ja, es gibt Schiebewände – aber diese sind kein Hindernis für meine kleine Maus…  somit sind kurze Verschnaufpausen unmöglich!!

 

Und nähen konnte ich so und so nur auf unserem riesigen Esstisch (Sarkasmus hoch 10) – und dann meistens abends und nachts, wo die Maus schon gut und fest geschlafen hat…

Danke an meinen Mann an dieser Stelle für seine großartige Hilfe ;)

 

Es gab Tage, an denen ich schon schlecht gelaunt aufgestanden bin…

Nicht weil meiner Tochter in der Nacht ca. 2,5 Stunden nicht wusste, ob sie meine Hand halten will, ich ihren Fuß halten soll oder die Decke einmal wieder nicht am Kissen ankommen darf…

Nicht weil die Matratze ein totaler Käse war – sowas darf meiner Meinung nach nicht mehr verkauft werden – da stehen die Federn raus und drücken in den Hüftknochen und wenn man sich umlegt, drückt sie in die Brust und so weiter. Aber die Matratze hat sich gut als Trampolin erwiesen – das muss ich ihr jetzt natürlich wieder abgewöhnen – sonst geht mein ganzes hart verdientes Geld in Lattenroste ;)

 

…und nein, ich war auch nicht schlecht gelaunt, weil es laut war auf der Straße oder wenn man gelüftet hat, es von draußen wegen der Industrie mehr stinkte als herinnen ;)

 

Nein, ich stand schlecht gelaunt auf, weil ich ab und zu ein totaler Morgenmuffel bin – und wenn dann noch die ganzen Ereignisse auf einmal dazukommen, die mir an diesem Tag passiert sind, kann es auch kein guter Tag mehr werden. Spätestens nach dem Frühstück, bei dem meine Kleine den Kakao quer über den Frühstückstisch und Boden leerte und zur selben Zeit meine Katze neben mir kotzte – Anmerkung: nachdem sie am Katzenklo Kacken war - Geruchsbelästigung in der kleinen Wohnung natürlich gleich null, vergeht mir ehrlich gesagt der größte Guster auf die Beste und mit Liebe gemachte Eierspeise von meinem Schatz…
Auch wenn es das Beste wäre, an diesem Tag das Bett nicht zu verlassen – Jede Mutter weiß: das ist nicht drin!

 

 

…und weil der Tag so toll begonnen hat, geht es auch gleich weiter: es begann zu regnen, obwohl wir gerade auf den Spielplatz wollten… also ist meine Kleine Maus in ihr Zimmer gegangen um zu spielen…

als es allerdings ruhig wurde, läuten die Alarmglocken – irgendwas führt sie im Schilde…

Ok super Mausi – ich glaub wir gehen doch raus ein wenig in den Wasserlacken herumsteigen – bekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung – ich kann diesen Satz schon nicht mehr hören!!

 

Zu Mittag habe ich uns dann „nur schnell eine Nudelsuppe gekocht“, da es in den Wasserlacken so lustig war und wir die Zeit übersehen haben. Tja und beim hinsetzten dann, meine Tochter natürlich schon hungrig hoch zehn, riecht sie dran und schiebt die Suppe wieder weg – ich denke mir: Bitte, das kanns jetzt echt nicht sein... „Komm Mäuschen, iss bitte ein bisschen, du hast dir die Suppe selbst ausgesucht… gut wir essen beide auf 3“ – haha… das funktioniert manchmal. Als ich den Löffel zum Mund führte, dachte ich mir schon, die Suppe riecht aber eigenartig – aber schmecken – oh Gott, ich kann es gar nicht beschreiben – sie ist ungenießbar… verstehe aber nicht wieso?!

Kann eine Packerlsuppe ablaufen? Bestimmt... aber die war noch gut – gegrübelt und nachgedacht… bis ich endlich darauf gekommen bin! Ich habe gestern den Wasserkocher mit Zitronensäure entkalkt – und habe aus Versehen das Wasser vergessen wegzuschütten und habe das "entkalkte Zitronensäurewasser"  zum Suppe kochen genommen… Na dann Mahlzeit…

Ich habe dann die Notlösung genommen – neues Wasser und etwas Vegeta mit Backerbsen! Sorry ich weiss, hat was von „Bad Mum Charakter“ – aber zum Glück konnte ich später dann doch noch darüber lachen und meine Tochter hat mir dieses Missgeschick zum Glück nicht übel  genommen – im Gegenteil: ich glaube sie hat sich gefreut, mich lachen zu sehen ;)

 

Der Nachmittag war dann Besser – zum Glück!!

 

 

Ich habe während meine Zeit in Ungarn auch zwei ganz liebe Mütter kennengelernt. Sie haben mir den Alltag etwas erleichtert und mich auch ein wenig ablenken können. Marta habe ich am Spielplatz kennen gelernt und mein Englisch aufbessern können, da wir uns nur auf englisch verständigen konnten. Sie hat einen zweijährigen Sohn und meine Maus hat sich gut mit ihm verstanden - zum Schluss waren sie schon "Freunde" ;) Wir haben gemeinsam Kurse besucht, waren Schwimmen und sind oft und bei jedem Wetter spazieren gegangen.

Und dann war da noch Anett…

Wir haben uns im Eltern-Kind Yoga kennengelernt.

Mit ihr konnte ich viel Lachen. Sie hatte einen Sohn, der ein Jahr alt war und wir waren auch bei jedem Wetter draußen oder mit den Kids spielen - UND sie spricht Deutsch ;)

…Schade war nur der Gedanke, dass ich sie vielleicht nie mehr wieder sehen könnte, wenn wir wieder zurück in unsere Heimat gehen – aber so spielt das Leben leider :(

An dieser Stelle "DANKE" an beide Mädels, die meinen Aufenthalt in einer fremden Stadt erleichter haben ;)

 

Mit der Zeit haben wir uns immer besser zurecht gefunden. Mein Mann ging arbeiten, manchmal haben wir ihn morgens in die Eishalle begleitet, und Mäuschen und ich hatten dann am Vormittag unser Programm: Mutter-Kind-Yoga, Kinderspielgruppen, auf diverse Spielplätze und das absolute Highlight zwei Mal in der Woche war das Turnen gehen. Unsere Tochter liebte das riesige Trampolin!! …und nachmittags gings fast jeden Tag noch einmal mit Papa gemeinsam auf den Spielplatz.

...und nach dem Turnen hat die Maus schon gesagt: „Papa Halle“ – natürlich haben wir dann noch hinüber in die Eishalle geschaut und dem Papa beim Training zugesehen. Erschöpft und müde sind wir dann wieder nach Hause spaziert – und ich war jedes Mal überglücklich, wenn sie im Kinderwagen eingeschlafen ist und ich zu Hause in Ruhe kochen konnte. Und wenn noch etwas Zeit übrig blieb, habe ich Bestellungen bearbeitet.


Ich bin ja eine leidenschaftliche Köchin… aber wenn das „Material“ nicht passt, macht es keinen Spaß und es ist eigentlich nur mehr eine Qual… und deshalb ist hier „Aufreger Nummer 1“ von unserer neuen vorüber-gehenden Heimat: Der Herd

Eine einzige Katastrophe: nie macht er das, was ich will!! Auf Stufe 9 wird nichts heiß und  auf Stufe 3 verbrennt alles ;( ich habe es auch umgekehrt probiert – funktioniert auch nicht – keine Chance

 

Aufreger Nummer 2: Die Utensilien

Jeder, der gerne und viel kocht weiß, dass man nie zu viele Töpfe, Löffeln, Schüsseln und mehr in einer Küche haben kann – aber da hier nur das Notwendigste da war, musste ich viel Abwaschen – und am meisten habe ich es geliebt, wenn mein Mann am Abend davor „die Küche zusammengeräumt hat“ und alles in den wirklich kleinen Mini-Geschirrspüler gepackt hat und ich diesen aufmachen wollte – und gleich zu Aufreger Nummer 3 komme hahaha: "Nur schauen bitte" ;)

„Mit der Wohnung habt ihr echt Glück – die sieht ja voll super aus“ – ja genau, auf den ersten Blick mag das wohl stimmen… aber wenn man genauer hinsieht, ist einfach alles sehr filegran – die Schiebewände muss man vorsichtig auf die Seite schieben – mit einem Kleinkind ist sowas immer super… und es fehlen dort und da Griffe – am Schlimmsten ist eben der Griff am Geschirrspüler. Nachdem ich ihn zum 3. Mal in der Hand hatte, reparierte ich ihn nicht mehr! ...ich weiß nicht mehr, wie oft ich mir beim seitlichen Türe öffnen einen Nagel abgebrochen habe - weil man dann ja seitlich reinfahren musste und mit viel Kraft die Türe aufziehen musste - aber es waren ettliche…

 

Aber ich will unseren Aufenthalt nicht nur Schlecht schreiben. Mein Mann schafft es so gut wie immer, mich aus einem Tief – vor allem einem Ungarn-Aufreger-Tief wieder raus zu holen. 

 

Da wir im zweiten Stock wohnten, brauchten wir eine Lösung für die Kackwindeln unserer Tochter.

Unsere Lösung: sie auf dem Fensterbrett zu deponieren, um nicht für jede volle Stinkewindel zwei Stockwerke rauf und runter zu rennen. Und so kam es, dass mein Mann sagte, er bringt den Mist runter und wenn ich Lust habe, kann ich versuchen, eine Windel in die Mülltonne zu schießen. Ich habs nicht so mit Ziel-Weit-Schießen…

 

Also wenn ich gewollt hätte, meinen Mann zu treffen, wäre mir das nie gelungen – da ich aber in die Mülltonne treffen wollte, ist mir genau das passiert… ich habe ihn mit einer Kackwindel abgeschossen :D
Sorry mein Schatz, aber ich habe immer noch dein Gesicht in Erinnerung wenn ich daran denke - und wie ich gelacht habe… Danke für diesen lustigen und einzigartigen Moment…

(…PS: Übrigens, als meine Mum auf Besuch war, hat sie das auch probieren dürfen und beim ersten Mal getroffen!!! An meine Mama: ich finde es noch immer schade, dass wir das nicht auf Video haben ;) )
Es war einfach genial!!!

 

Schöne Momente waren es auch, als meine Tochter 2 mal in der Woche morgens den Mistwagen piepsen hörte – da musste Papa natürlich gleich mit ihr schauen gehen ;) oder wir an freien Tagen Budapest erkundet haben und auch in die Aquatherme nach Budapest gefahren sind um etwas abzuschalten… 

 

Nach den schönen Tagen kamen nämlich eh wie immer andere…
Ein Ereignis möchte ich euch nicht vorenthalten – wahrscheinlich haben das schon ganz viele Eltern erlebt…
Da es bei mir erst das erste Mal war, habe ich mich anfangs sehr darüber geärgert – und wahrscheinlich auch, weil es total unpersönlich war…

 

…es gibt Tage wie heute, an denen bin ich nicht gut drauf… (wieder einmal J )

Draußen Graupelschauer, alles grau in grau… nicht nur diese Kommunismus-Wohnbauten, sondern auch der Himmel und mein Gemüt… meine Tochter hatte keine gute Nacht – auch nichts Neues, ich weiß. Zur Zeit braucht sie wieder sehr viel Nähe und Geborgenheit – Mamanähe, der Papa ist uninteressant… wie ein durchsichtiges Wesen...

 

Naja und was soll ich sagen, als mein Mann heute zur Arbeit ging und die Türe öffnete, fanden wir diesen netten Zettel an unserer Türe kleben…

Im ersten Moment war ich stinksauer. Ich dachte, dass war bestimmt jemand, der keine Kinder hat – der sich so ein Theater wegen eines „falsch gestrichenen Butterbrotes“ nicht vorstellen kann… und  dann habe ich mich bei meinen Freundinnen und Schwestern ausgekotzt… ich wusste nicht, was ich tun oder wie ich auf dieses Schreiben reagieren sollte – ich kann meiner Tochter ja schlecht den Mund zu picken…

Nach einigen Telefonaten ging ich dann los zum DM und kaufte etwas Tolles…
Ich bin normalerweise nicht „frech“ und habe Respekt vor meinen Mitmenschen – also in Villach würde mir das nie einfallen – vielleicht aber auch, weil wir uns  alle kennen, wo wir wohnen und ich dort niemanden so einschätze, dass er eine anonyme Nachricht an unserer Wohnungstür hinterlassen würde.

Aber hier, wo uns keiner Versteht und wir auch niemanden verstehen, ist es mir mittlerweile ehrlich gesagt egal. Ich weiß, es ist traurig, aber so ist es nun mal – mit der Zeit stumpft man ab und man wird müde…
Aber nach meiner Antwort ging es mir wesentlich besser ;)
Das graue Gemüt verschwand und ein Regenbogen ging in mir auf… aber seht selber:

…dann kam Silvester – ich habe mir eingebildet, noch einen Blogeintrag als Jahresrückblick zu verfassen – und habe vom 30. Auf den 31. Dezember bis 3 Uhr morgens an meinem Blogeintrag geschrieben, dass ich ihn dann am 31. Veröffentlichen kann. Tja, was soll ich euch erzählen... um 5:30 Uhr morgens brannte die Küchenlampe durch, die wir immer als „Nachtlicht“ angelassen haben und haben dann bis halb 10 geschlafen!!

Kommt normalerweise nie vor – und als wir dann aufgestanden sind, wollten wir Frühstücken – aber es gab keinen Strom – es war also nicht nur die Lampe, die durchgebrannt war…

Es gab im ganzen Haus keinen Strom…  Als wir dann spazieren gingen,sahen wir, dass der ganze Wohnblock keinen Strom hatte. Gut, das wird länger dauern... aber es wird angeblich schon repariert. Na bravo, ich war begeistert - das posten meines Blogs kann ich mit wohl aufzeichnen ohne Internet...

 

Wir konnten nichts kochen, nichts aufwärmen… Also gingen wir Mittags essen und ich wollte mit dem W-Lan vom Restaurant den Blog hochladen – auch Fehlanzeige, weil sich der Laptop nicht mit dem Internet verbinden konnte – das Restaurant meinte, dass es heute einen Fehler gibt…

Na bitte, das kanns ja echt nicht sein oder?

Gut, egal... packen wir dann alles zusammen und fahren nach Budapest Silvester feiern… Mein Schatz, unsere Maus und ich – endlich! Zum ersten Mal seit dem wir uns kennen, hat mein Mann am 1. Jänner kein Match und das müssen wir ausnutzen…  Als wir die Wohnung verlassen wollten, ging plötzlich das Licht an und mein Mann hat meine Augen blitzen gesehen und gesagt: „Na geh, lade deinen Blog noch schnell hoch“ 

Danke danke danke… ich habe mich so gefreut, dass es in letzter Sekunde doch noch funktioniert hat!!

 

 

...anschließend ging es dann endlich nach Budapest in eines meiner Lieblingsrestaurants, ins Hard Rock Cafe. Ein unbedingtes Muss für mich, wenn ich einer Stadt bin, wo es dieses Restaurant gibt: Einmal muss ich dort gewesen sein ;)

 

...nach dem Essen haben wir uns noch die Eisbar angesehen und dann auf der Brücke über der Donau das Feuerwerk angesehen und auf ein gemeinsames, lustiges, erfolgreiches und vor allem gesundes neues Jahr angestoßen. 


…und immer kurz nach Silvester beginnt die spannendste Zeit im Eishockey: die Play Off Zeit!!!


Unsere Maus und ich waren schon ganz wild darauf, den Papa anzufeuern. Das erste Spiel startete zu Hause in Dunaujvaros, dann war das Zweite und dann ging es für den Papa ins über 15 Stunden entfernte Rumänien, wo das dritte und vierte Spiel auswärts stattfand. Eine lange Zeit alleine für uns in Ungarn, auch wenn es nur 5 Tage waren…

 

Und dann war der Sonntagabend, an dem das vierte PlayOff Spiel war... 

 

…das war es nun L - 4 Spiele am Stück verloren…

Ich sitze hier in unserer Auslandwohnung und habe Tränen in den Augen – das ganze Jahr arbeiten die Jungs hart auf diesen Abschnitt hin – den PlayOffs, und dann sind diese so schnell vorbei.

 

Am Dienstag sind unsere Tochter und ich noch voll motiviert zum ersten wichtigen Spiel gegangen um den  „Papa“ zu unterstützen und jetzt ist das 4. Spiel vorbei, welches sie verloren haben – was für eine Enttäuschung.

 

Ich weiß nicht, was bei diesem Tor zum 3:0 eine Minute vor Schluss in mir die Tränen ausgelöst hat, aber wahrscheinlich die Tatsache, dass die Saison für uns hier nun wirklich ein Ende hat.

Es schießen einige Gedanken ein… Die neuen Bekanntschaften vielleicht nie wieder zu sehen, alles einzupacken – wie lange haben wir dafür Zeit? Wann müssen wir aus der Wohnung draußen sein? Meinen Mann aufbauen – der verständlicherweise enttäuscht und vielleicht auch traurig sein wird, wenn er jetzt von Rumänien nach Hause kommen wird – nach einer echt langen und zachen Busfahrt… und dann auf der anderen Seite auch die Gedanken, endlich wieder nach Hause zu kommen.
Zu Hause, wo man sein Gegenüber versteht, man mehr freundliche Menschen auf der Straße antrifft, als hier, wo einfach alles bunter und grüner ist, auch wenn Schnee liegt. Wo einfach die Mentalität gelebt wird, mit der man aufgewachsen ist...

 

Ja, nun ist es vorbei und es geht ans Kartons packen - schneller als gedacht…

 

Es traf sich gut, dass ich am Mittwoch noch eine Messe in Wien hatte - wir hatten nämlich viel zu viel Zeug hier. Also haben wir gleich einmal ein paar Sachen zu meiner Mum mitgenommen. Endlich angekommen, bekamen wir einen Anruf...
Beide Balkontüren in den Garten stehen offen… Mir wurde schlecht – mein Mann ganz ernst. Es war leider kein schlechter Scherz, sondern Tatsache – es wurde eingebrochen.


Eigentlich will man jetzt nur noch die restlichen Sachen in Ungarn zusammen packen und dann nach Hause kommen – wieder zu Hause ankommen und sein eigenes Heim genießen – aber daraus wird jetzt einmal nichts. 

Das Kisten auspacken wird warten müssen – Putzen und Dokumentieren stehen jetzt im Vordergrund… und schauen, dass die Wohnung warm wird – da ja die Türen mehr als eine Woche genau in der Kältewelle offen standen, wo es Nachts angeblich sogar einmal -16°C Grad in Villach hatte...
Da war nicht nur unser Bambus im Schlafzimmer tiefgefroren :(

Vollgepackt mit tollen Sachen, 

die das Fahren unmöglich machen...

 

Ja, die Autofahrt ins Ungewisse war sehr lange...

Aber wir sind wieder gut zu Hause angekommen und sind gespannt, wo wir nächstes Jahr landen werden – dann aber bitte mit einem anderen Ende bzw. Anfang….

 

Wenn euch mein Blogeintrag gefallen hat, könnt ihr mir gerne einen Kommentar bzw. eure Kritik hinterlassen, damit ich auch etwas zu lesen habe und weiß, wie meine Blogs bei euch ankommen ;)

 


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Kommentare: 5
  • #1

    Unser Daniel, unser Daniel (Samstag, 24 März 2018 00:34)

    Nice Story� �

  • #2

    Betty N. (Samstag, 24 März 2018 15:30)

    Toller Blogeintrag! So kann man sich gut vorstellen wie es euch wohl ergangen sein muss!
    Aber wie mir scheint konntet ihr ja auch aus den schlechten Dingen etwas Gutes machen und habt alles gut gemeistert. Zusammen schafft ihr doch Alles :-)

  • #3

    Mario M. (Donnerstag, 05 April 2018 10:57)

    Sehr ehrlicher Blog von dir/euch.

    Keine einfache Entscheidung ins Ausland zu "gehen" und zu arbeiten.

    Ich hoffe ihr bleibt in Villach und dein Mann bekommt wieder einen Vertrag beim VSV!

    Alles Gute für euch drei :))

  • #4

    Corinna (Donnerstag, 05 April 2018 16:43)

    Ich sag nur....volle Hochachtung � ich war vor Ort und ihr wisst, ich hätte es dort keine zwei Wochen ausgehalten als Mami mit kleinem Kind. Dafür habt ihr das sensationell gemeistert � ihr seid ein spitzen Team �‍�‍�

  • #5

    Helmuth M. (Sonntag, 24 Juni 2018 21:51)

    Dein sarkastisch humoristischer Schreibstil lässt selbst trostlose Erlebnisse in erfrischend sonnigem Licht erscheinen. Ihr seid schon ein Spitzentrio und jetzt geht's bergauf. Oder besser: " Die Leinen los!" �